Pro-Köln-Erstwähleranschreiben sorgt für Furore
Empörte Alt-68er-Eltern reagieren regelrecht hysterisch auf das Informationsschreiben der Bürgerbewegung pro Köln an alle Kölner Jungwähler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. In der WDR-Lokalzeit gab es dazu gestern Abend sogar einen großen Fernsehbeitrag, in dem u.a. eine betont "gutmenschliche" Mutter ihre Empörung äußern durfte.
Auch kritische Nachfragen bei der Kölner Stadtverwaltung brachten allerdings nur zum Vorschein, daß pro Köln selbstverständlich wie jede andere zur Wahl antretende Gruppierung das Recht hat, bestimmte Wählergruppen anzuschreiben und dafür von der Stadt Köln natürlich auch die Adressen zur Verfügung gestellt bekommt. "Diese uns durch das Meldegesetz gegebene Möglichkeit haben wir gerne genutzt, um die Erstwähler der Stadt unzensiert und ungefiltert erreichen zu können" erklärt dazu eine hoch zufriedene pro-Köln-Fraktionsvorsitzende Judith Wolter.
"Wahrscheinlich haben davor auch linke Eltern, notorische Gutmenschen in den Medien und Alt-68er-Lehrer am meisten Angst. Die Jugendlichen könnten ja erkennen, daß die Hetze gegen pro Köln so gar nicht stimmen würde und daß pro Köln gerade für junge Menschen äußerst attraktiv ist. Das zeigte sich auch schon bei der Kommunalwahl 2004, als pro Köln bei den Erstwählern rund 10 Prozent der Stimmen erhielt."
